


Wir sehen uns, wir holn den Cup!
Noch keine 48 Stunden sind seit dem nervenaufreibenden Einzug ins EUROPAPOKAL Finale vergangen, doch steht schon morgen das nächste Pflichtspiel an. In der Bundesliga heißt es am vorletzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart die Pflichtaufgabe ordentlich zu erledigen, ehe so langsam die Finalspiele im DFB-Pokal und dem Europapokal immer näher rücken. Die Meisterschaft ist entschieden, Platz zwei ist uns nicht mehr zu nehmen, daher ist die Hauptsache, dass am Samstag nach den 90 Minuten alle Spieler beschwerdefrei vom Platz gehen, damit die Verletztenliste für die anstehenden Finalspiele nicht unnötig erweitert wird. Jupp Heynckes kündigte schon an, dass am Samstag Hans-Jörg Butt im Tor stehen wird, und damit seinen Abschied im Trikot des FC Bayern gibt, denn unser Torwart wird mit dem Ende der Saison auch seine Spielerkarriere beenden. Er wird unserem Verein aber als Nachfolger von Werner Kern (geht in Rente) als Nachwuchskoordinator erhalten bleiben. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass ähnlich wie letzte Woche beim Spiel in Bremen, weitere Spieler aus der zweiten Reihe ihre Chance von Beginn erhalten werden, um sicher dem ein oder anderen auch die Möglichkeit zu geben, sich für größere Aufgaben zu empfehlen. Denn leider werden uns im Europapokal-Finale Alaba, Badstuber und Gustavo gelb-gesperrt fehlen, sodass die Defensive am 19.Mai ein ganz anderes Gesicht haben wird, wie in den Halbfinalspielen gegen Real Madrid.
Nicht immer waren Spiele am Ende der Saison gegen den VfB Stuttgart, derart unerheblich für uns als FC Bayern, was die Gestaltung der Tabellensituation angeht. Unter anderem am 33.Spieltag der Saison 1979/1980.
Am 31.Spieltag verlor man damals durch eine Niederlage in Dortmund die Tabellenführung an den Hamburger SV, konnte danach das Nachholspiel und Derby gegen die Giesinger standesgemäß mit 6-1 gewinnen und gab sich auch am 32.Spieltag mit einem 6-0 Sieg gegen Düsseldorf keine Blöße, sodass man weiter punktgleich mit dem HSV auf Rang zwei lag. Am 24.Mai 1980 mussten sich die Hanseaten in Leverkusen mit 2-1 geschlagen geben, während wir in Stuttgart im Neckarstadion vor gut 70000 Zuschauern mit 3-1 als Sieger vom Platz gehen konnten und damit wieder die Tabellenführung übernahmen. Es war das Spiel unseres Außenverteidigers Udo Horsmann, der an diesem Tag eine Weltklasse-Leistung abrufen konnte und mit seinen Toren zum 1-0 kurz vor der Halbzeitpause und dem 2-0 in der 61.Minute den Weg zum Meistertitel ebnen sollte. Der Anschlusstreffer des VfB 5 Minuten vor Schluss durch Georg Volkert, konnte nahezu postwendend durch Dieter Hoeneß korrigiert werden, sodass die Mannen um Trainer Pal Csernai den Platz mit 3-1 als Sieger und neuer Tabellenführer verlassen sollten. Am letzten Spieltag musste dann der HSV, mit dem man sich die ganze Saison über ein Kopf an Kopf Rennen um die Meisterschaft lieferte, auf Schützenhilfe des Tabellenschlusslichts Braunschweig hoffen. Doch konnten die bereits abgestiegenen Niedersachsen im Olympiastadion vor 70000 Zuschauer nicht wirklich mit unserem FC Bayern mithalten und gingen folgerichtig bereits nach 6 Minuten durch ein Tor von Paul Breitner in Rückstand. Später erhöhte der heutige AG-Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge auf 2-0, womit bereits alles in trockenen Tüchern zu sein schien. Doch Braunschweig kam zwei Minuten vor Schluss durch Ronald Worm zum Anschlusstreffer. Mehr sollte jedoch nicht mehr gelingen, womit in München die Meisterschaft ausgiebig gefeiert werden konnte.

Die meisten Fans des FC Bayern, die sich nur ein wenig mit der Erfolgsgeschichte unseres Vereins beschäftigt haben, wissen, dass wir am 12. Juni 1932 mit einem 2:0 Erfolg im Endspiel gegen Eintracht Frankfurt zum ersten Mal die deutsche Fußballmeisterschaft feiern konnten.
An diesem großartigen Erfolg hatten viele Spieler, unser Trainer Richard Dombi, unser damaliger und hoch geschätzter Präsident Kurt Landauer und weitere Einzelperonen ihren Anteil geleistet. Aber wer weiß, ob wir ohne den Führungstreffer von Oskar Rohr das Endspiel wirklich für uns hätten entscheiden können.
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